Motion vom 2. Mai 2016

 

 

Strategiewechsel im Umgang mit der „offenen Szene Wuhrplatz“

 

Der Gemeinderat wird beauftragt, seine Strategie im Umgang mit der „offenen Szene“ auf dem Wuhrplatz anzupassen mit dem Ziel, dass der Platz, die Treppe zur Langeten sowie die Toilettenanlagen von der Bevölkerung uneingeschränkt genutzt werden können.

 

Vor diesem Hintergrund kann die Zuweisung eines klar definierten Aufenthaltsorts für die Personen der „offenen Szene“ an einem anderen Ort als auf dem Wuhrplatz eine ernsthafte Alternative darstellen.

 

Begründung:

 

 Im Jahr 2011 wurde der neu gestaltete Wuhrplatz eingeweiht. Die Angehörigen der „offenen Szene“, welche sich zuvor im kleinen Park auf der Südseite der Langeten aufgehalten hatten, richteten sich rasch auf der anderen Seite ein, hinter und neben den Toilettenanlagen auf dem neuen Wuhrplatz.

 

Polizei und Behörden bemühten sich in den vergangenen fünf Jahren mit erheblichem Auf-wand, die negativen Begleiterscheinungen einer „offenen Szene“ einzudämmen und die Sicherheit auf dem Wuhrplatz zu garantieren. Namentlich durch das Projekt SIP (Sicherheit, Intervention, Prävention), aber auch mithilfe der aufmerksamen Kantonspolizei in Langenthal, gelang dies relativ gut. Objektiv besteht auf dem Wuhrplatz kein Sicherheitsrisiko.

 

Trotzdem blieb das subjektive Sicherheitsgefühl, das sogenannte „Bauchgefühl“, bei einem nicht zu unterschätzenden Teil der Bevölkerung nachhaltig negativ beeinträchtigt. Auch fünf Jahre nach Einweihung des Wuhrplatzes schreckt die „offene Szene“ Teile der Bevölkerung davon ab, auf dem Platz oder auf den Treppenstufen zur Langeten zu verweilen. Der grösste Teil der Bevölkerung meidet aus demselben Grund auch die öffentlichen Toilettenanlagen.

 

Der momentane Zustand ist deshalb nach wie vor unbefriedigend – wie erwähnt trotz guter, im Rahmen des möglichen wirksamer Arbeit der für die öffentliche Sicherheit in Langenthal verantwortlichen Stellen. In dieser Situation drängt sich ein Strategiewechsel im Umgang mit der „offenen Szene“ auf. Oberstes Ziel muss es sein, dass der Wuhrplatz inkl. Treppe und Toiletten von der ganzen Bevölkerung ohne Ängste und Bedenken benutzt werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, kann eine Änderung der bisherigen Doktrin des Gemeinderates – welcher es bewusst vermieden hat, der „offenen Szene“ einen Aufenthaltsort zuzuweisen – nötig werden. Mögliche Alternativstandorte anstelle des Wuhrplatzes sind zu prüfen, die Definition eines konkreten Raums für die „offene Szene“ darf kein Tabu bleiben.

 

 

 

Lukas Bissegger und Pascal Dietrich, beide jll 

 

 

 

Hauptversammlung vom 30. April 2016

Die Decharge wurde erteilt und der Vorstand bestätigt. Neu im Vorstand begrüssen wir Helga Rösch. Nocheinmal ein grosses Merci an D'Ingiandi-Bobst Christine für ihren beispielhaften Einsatz für die jll und den jf.

 

Die Wahlen können kommen.

Jahresbericht von Lukas Bissegger, Präsident JLL
Jahresbericht 15_16.pdf
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